September 4

Im Alltag mehr bewegen…. – Teil 3 der Pferdediät

Mehr Bewegung in der Pferdehaltung

Eine weitere Stellschraube der Pferdediät ist die Haltung. Denn umso mehr sich unsere Pferde in Ihrer „Freizeit“ bewegen umso besser. Das ist leider in unserem Stall nicht ganz so einfach zu realisieren. Wohnen wir doch mitten im Ruhrgebiet. Zwar habe ich ausreichend Weiden, aber sie sind dazu gepachtet und die Pferde müssen am Halfter dorthin geführt werden. Lediglich unsere Apfelbaumwiese ist mit dem Paddock verbunden.

Ich habe also rund um diese Weide einen Trailweg abgezäunt. So haben die Ponys einen Rundweg von ca. 250 Meter.  Der Einzige, der dies allerdings auch mal als Rennstrecke benutzt, ist Ljosfari. Letzten Freitag ist er tatsächlich (alleine!!!)  6 mal hin und her gesaust. Ich weiss nicht, was ihn gestochen hat, aber er sah sehr zufrieden aus. Alle anderen lassen es eher gemütlich angehen.

Lange Wege basteln

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August 22

Unser Plan für die Pony-Diät – Ich habe heute keine Möhre für Dich :-)

Gefühlt, begleitet uns die Pony-Diät schon unser ganzes gemeinsames Leben. Atli war ja immer ein Moppelpony. Als ich ihn, das erste Mal zur Probe geritten habe, war er elegant und schlank – danach nie wieder! Schon bei unserer zweiten Begegnung, nur einen Monat später  (da waren die 5jährigen auf die Wiese entlassen worden) war er schon „gut dabei“. Im Jahre 2014 ist dieses Thema dann sehr in den Fokus gerückt. Atli hatte erst eine Borreliose und bekam dann im Anschluss an die Antibiotika-Behandlung auch noch einen Reheschub. Da stand er schon beinahe ein halbes Jahr und war dementsprechend moppelig fett.

"Purzel speckt ab" ist meine Bibel zur Pony-Diät
„Purzel speckt ab“ ist meine Bibel zur Pony-Diät

Aber wie kriege ich, mein Pony nun wieder in Form? Durchforstet man das Internet, ist diese Frage allgegenwärtig. Ich gebe zu, ich habe zu diesem Thema meine Bibel gefunden, nämlich „Purzel speckt ab“ von der Pferdeernährungsspezialistin Constanze Röhm. Im Grunde ist das Abspecken von Pferden ähnlich simpel, wie beim Menschen:  Das Pony muss weniger Kalorien zu sich nehmen, als es verbraucht. Einziger Unterschied, die Fresspausen dürfen nicht zu lang werden. Damit wir nicht nach der Diät einen Hungerharken mit Magengeschwüren haben.

Um wirklich dem Speck zu Leibe zu rücken, muss man sich erst mal vor Augen führen, was für ein Moppelpferd man denn da vor sich hat. Da hilft sehr gut eine Formel von Constanze Röhm:

Je kürzer die Beine, je breiter der Rumpf und je massiger der Kiefer, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Pferd allein von Gras und Heu unglaublich dick wird!

Ich weiß, es gibt viele Facebook „Futterexperten“, die für eine 24-Stunden-Heufütterung plädieren und meinen, wenn das Pferd dies lange genug genießt, würde sich das Fressverhalten einpendeln und das Gewicht würde sich von selbst regulieren. Das mag bei einigen Pferden so funktionieren, bei meinen Ponys bisher leider nicht! So habe ich einen 25jährigen Islandwallach am Stall, der äußerlich das genaue Ebenbild von Atli ist, aber ein ausgesprochen pingeliger Esser. Er bekommt als Abendportion 6 kg Heu und hat am Morgen noch 3 Kilo übrig.  Das habe ich bei Atli ehrlich gesagt, noch nie erlebt. Ich glaube, wir müssen einfach akzeptieren, das es Pferde gibt, die man in ihrer Nahrungsaufnahme stärker beschränken muss, als andere !
Wie sieht nun unsere Pony-Diät aus, ohne das der Gute darunter erleidet.

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