August 2

Reitstunden-Blues und wie man ihn vertreibt…

Foto von Friederike Scheytt für das Buch "Ehrlich motiviert" von Sylvia Czarnecki

Es gibt Tage, von denen wir gerne berichten, an denen alles zu klappen scheint.  Wir haben neue Erkenntnisse, konnten eine neue Lektion erlernen oder wir hatten eine Sternstunde und alles ist schön. Wir möchten die ganze Welt umarmen. Das sind natürlich die Momente, wo man besonders gerne schreibt, einfach um die Freude zu teilen. Das geht mir nach Reitstunden sehr oft so. Vielleicht bin ich nicht sehr anspruchsvoll, aber ich kann mich wirklich über ganz kleine Fortschritte riesig freuen.

sabine-9327qAber es gibt auch die Tage, an denen alles schief zu gehen scheint, was überhaupt nur möglich ist. Einheiten, die ich gerne aus meinem Gedächtnis streichen würde und nach denen mich der Reitstunden-Blues fest im Griff hat. Das Pony ist aufgeregt und unaufmerksam, man selber gestresst und unkonzentriert. Fehler, die längst ausgemerzt schienen, stehen auf einmal wieder uneingeladen auf der Matte. So ging es mir am vorigen Samstag und die arme Andrea Lipp musste es ausbaden. Zwar hatte ich die Ponys schon am Vortag zum Veranstaltungsort gefahren , um ein wenig Stress aus dem Geschehen zu nehmen, aber uns steckte wohl noch das Turnier von letzte Woche in den Knochen.

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Juni 30

Herzlich Willkommen

Gymnastik machen; Tölt üben;  Clickertraining perfektionieren; vor Trailhindernissen flüchten, Qualität der Fliegenmaske kontrollieren, Pakete in Empfang nehmen – Islandpferd Atli hat mit seinen 18 Jahren viel zu tun. Gut, das er einige Aufgaben an  seinen Kumpel Ljosfari delegieren kann. Besonders die Auslastung, der menschlichen Hilfskraft muss klar strukturiert sein – damit man selbst die meiste Zeit chillend (also fressend) mit den Kumpels auf Wiese oder Paddock verbringen kann.

sabine-9728Warum hat das arme viel beschäftige Pony, nun auch noch einen Blog am Hals ? Weil er mit mir Sabine van Waasen einer pferdeverrückten Idealistin zusammenlebt, die sich geschworen hat, das es auch für Sie einen Weg geben muss, auf dem Töltreiten und klassische Reitkunst keine Gegensätze mehr sind. In der nicht 20 Kilo sondern 2 Gramm (Backpulver) das Maß der Zügelführung ausmacht und Piaffe und Tölt keine Gegensätze mehr sind, sondern zwei Seiten einer Medaille.
Atli würde mir diesen Wunsch bestimmt gerne erfüllen, so ein Schätzeken ist er nämlich – er hat nur ein Problem, sein Mensch ist keine begnadete Reiterin. Aber wir geben nicht auf, ich lese Bücher, schleife das Pony und seinen Kumpel Ljosfari zu Reitkursen; wir nehmen Unterricht und dazwischen geben wir halt unser Bestes das Erlernte umzusetzen

 

Es mögen mir die Kräfte fehlen, das zu erreichen, was ich will;

aber ich weiß vollkommen was ich will.

Guiseppe Verdi

Mein Ziel heisst:

Harmonisches Töltreiten auf den Grundfesten der klassischen Reiterei.

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