August 22

Unser Plan für die Pony-Diät – Ich habe heute keine Möhre für Dich :-)

Gefühlt, begleitet uns die Pony-Diät schon unser ganzes gemeinsames Leben. Atli war ja immer ein Moppelpony. Als ich ihn, das erste Mal zur Probe geritten habe, war er elegant und schlank – danach nie wieder! Schon bei unserer zweiten Begegnung, nur einen Monat später  (da waren die 5jährigen auf die Wiese entlassen worden) war er schon „gut dabei“. Im Jahre 2014 ist dieses Thema dann sehr in den Fokus gerückt. Atli hatte erst eine Borreliose und bekam dann im Anschluss an die Antibiotika-Behandlung auch noch einen Reheschub. Da stand er schon beinahe ein halbes Jahr und war dementsprechend moppelig fett.

"Purzel speckt ab" ist meine Bibel zur Pony-Diät
„Purzel speckt ab“ ist meine Bibel zur Pony-Diät

Aber wie kriege ich, mein Pony nun wieder in Form? Durchforstet man das Internet, ist diese Frage allgegenwärtig. Ich gebe zu, ich habe zu diesem Thema meine Bibel gefunden, nämlich „Purzel speckt ab“ von der Pferdeernährungsspezialistin Constanze Röhm. Im Grunde ist das Abspecken von Pferden ähnlich simpel, wie beim Menschen:  Das Pony muss weniger Kalorien zu sich nehmen, als es verbraucht. Einziger Unterschied, die Fresspausen dürfen nicht zu lang werden. Damit wir nicht nach der Diät einen Hungerharken mit Magengeschwüren haben.

Um wirklich dem Speck zu Leibe zu rücken, muss man sich erst mal vor Augen führen, was für ein Moppelpferd man denn da vor sich hat. Da hilft sehr gut eine Formel von Constanze Röhm:

Je kürzer die Beine, je breiter der Rumpf und je massiger der Kiefer, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Pferd allein von Gras und Heu unglaublich dick wird!

Ich weiß, es gibt viele Facebook „Futterexperten“, die für eine 24-Stunden-Heufütterung plädieren und meinen, wenn das Pferd dies lange genug genießt, würde sich das Fressverhalten einpendeln und das Gewicht würde sich von selbst regulieren. Das mag bei einigen Pferden so funktionieren, bei meinen Ponys bisher leider nicht! So habe ich einen 25jährigen Islandwallach am Stall, der äußerlich das genaue Ebenbild von Atli ist, aber ein ausgesprochen pingeliger Esser. Er bekommt als Abendportion 6 kg Heu und hat am Morgen noch 3 Kilo übrig.  Das habe ich bei Atli ehrlich gesagt, noch nie erlebt. Ich glaube, wir müssen einfach akzeptieren, das es Pferde gibt, die man in ihrer Nahrungsaufnahme stärker beschränken muss, als andere !
Wie sieht nun unsere Pony-Diät aus, ohne das der Gute darunter erleidet.

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Juli 14

Eine Zebra-Decke kommt selten allein…

Schaut man diesen Sommer auf eine x-beliebige Pferdeweide, dann erblickt man mit Sicherheit irgendwo ein Pferd mit einer Zebra-Decke.  Der Zoo-Look ist dieses Jahr der absolute Verkaufsschlager. Bisher gingen solche Modeerscheinungen ja immer komplett an mir vorüber. 😀

Ich war und bin ein Deckenmuffel!!!

Jahrelang habe ich mich köstlich amüsiert, wie unsere Nachbarn für jeden Anlass und Jahreszeit ihr Pferd in ein neues Kleidchen hüllten. Immer wieder stellte sich mir die gleiche Frage: Muss da nicht auch mal Luft dran ?

Trotzdem überwinde ich mich und kleide das mittlerweile volljährige Atlilein in eine Decke. Wenn es kalt ist oder viel regnet! Das macht für mich Sinn. Aber Sommer war bisher bei uns immer Deckenfreie Zeit!!! Das Pferd schwitzt muss sich auch mal in den Sand werfen oder hinterm Ohr kratzen können. Außerdem plagt mich die Angst, das sich meine Vierbeiner in den Stoffbahnen verharken und verletzten. Soll ja alles schon vorgekommen sein.

Das Ergebnis meines Kaufrausches. :-)
Das Ergebnis meines Kaufrausches. 🙂

In diesem Sommer allerdings, ist meine Meinung ins Wanken geraten. Die Bremsenplage liess sich von meinem altbewährten Spray auch nach intensiveren Einnebel-Aktionen nicht wirksam vertreiben. Gefühlt hatte ich immer 10 Stück am Körper und bei dem Versuch den Ponys Erleichterung zu verschaffen, wurde man leicht zum Massenmörder. Gerade die schattigen Plätze waren nach dem Starkregen ein echtes Eldorado für Bremsen, Mücken und alles was sonst noch fliegt, sticht und nervt.

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Juli 1

Bremsen, Bremsen, Bremsen

VOSS.farming "Tabanus-Trap" Bremsenfalle

Bei uns hat es wahnsinnig viel geregnet und die Wiesen sind so matschig, wie sonst eigentlich nur Ende Oktober. Nun kommt hin und wieder die Sonne raus und ruckzuck ist es warm und alles was fliegen und stechen kann ist unterwegs. Besonders, die Bremsen machen einem das Pferdeleben zur Hölle.

VOSS.farming "Tabanus-Trap" Bremsenfalle
Hier scheint die Bremsenfalle sich wohler zu fühlen 🙂

Die Ponys wirkten nur noch genervt und an „wir reiten mal ein bisschen locker Dressur“ war gar nicht zu denken. (Ich will Asyl in einer Reithalle, bitte lasst mich rein, ich zahle auch). Schon allein das Rumstehen war gerade für die schwarzen Ponys eine echte Qual. Da wird man als Pflegedienstleister auch mal leicht zum Massenmörder. Trotz aller menschlicher Bemühungen die Ponys wollten rein in den Stall.

Da auch die entsprechenden Fliegensprays nicht von herausragender Wirkung waren, bin ich tatsächlich schwach geworden und habe einen Online-Einkaufsbummel hingelegt. Die Ponys bekamen eine Bremsenfalle spendiert.  Laut Herstellerangaben soll das Ungetüm (einige Leute haben mich gefragt, ob ein UFO auf meiner Weide gelandet sei 😀)  die Bremsen bis zu 95 % reduzieren können, auf einer Fläche bis zu 10.000 qm. Das wäre ja mal beachtlich. Leider habe ich zu spät gelesen, das ich das gute Stück schon im April hätte aufstellen müssen – aber besser spät als nie.

Der richtige Standort

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